Autor: Rebecca Trachsel

Clean-up und Nationaler Clean-up-Day 2024

Clean-up und Nationaler Clean-up-Day 2024

Auch dieses Jahr waren die paar getreuen Abfallsammler:innen wieder jeden ersten Samstag im Monat und in grösserer Zahl am Nationalen Clean-up-Day am 14. September 2024 auf den Strassen, Trottoirs und Plätzen in der Gemeinde unterwegs.


Regen macht bekanntlich schön. Nassen Abfall im Gebüsch rausklauben macht die Haare wild. Stürmische Winde und Gewitter verteilen den Abfall äusserst effektiv. Gewitter versenken die Zigistummel im Affenzahn in der Kanalisation und dort können sie bei grösstem Willen nicht mehr eingesammelt werden.

So sah der Frühling aus. Nass und wild, und ehrlich gesagt sind Clean-ups im Regen nicht gerade toll. Aber Regen macht schön und nach einer gesäuberten Strecke ist der Blick zurück äusserst befriedigend, vielleicht gerade WEIL es anstrengend war.

Der nationale Clean-up fand bei uns für und via das Forum Jegenstorf am Samstag 14. September statt. 10 Erwachsene und die kleine Irma verteilten sich strategisch im Dorf und sammelten total 2006 Stummel nebst Plastik in allen Grössen und Farben. Wie das alles immer wieder zusammenkommt, ist beeindruckend, etwas Murmeln über die Fähigkeit der Menschheit (und beleibe nicht alle!), sich ihr Nest selbst zu verschmutzen, gehört aus mentalgesundheitlichen Gründen auch dazu.

Als Dankeschön für die vielen geleisteten Stunden aller Freiwilligen über das Jahr, auch für die schwere Arbeit der Neophytengruppe, haben wir nach getaner Arbeit am Samstag im September die feinen kalten Platten und das knusprige Brot, von der Gemeindev gespendet, genossen. Merci vielmals!

Die Zahlen:
Zigistummel 2024 total: 18264
davon am Nationalen Clean-up-Day 2006 und von den Neophytenjäger:innen: 296

Pflanzentausch Herbst 2024

Pflanzentausch Herbst 2024

Am 26. Oktober war es wieder so weit. Leicht grau und herbstlich kühl setzten Barbara und ich wie gewohnt am Morgen die Tische für den Tausch auf, während Mary in der Küche ihre traditionelle Kürbissuppe auf dem Herd köchelte.


Wie immer wussten wir nicht, wer wann kommen würde, schlichtweg weil ich es einfach halten will und Überraschungen erfrischend sind. Der intensivste Besuch kam aus Mooseedorf und damit verbunden aus dem Jura. Im Jura wird eine extensive Biosphäre über die nächsten Jahre auf privatem Gelände aufgerichtet und gepflegt, neu dazu gekommen ist ein riesiges Biotop. So konnten wir eine grosse Anzahl der sich schnell vermehrenden Rohrkolben aus meinem kleinen Biotop gleich weitergeben, wofür ich sehr dankbar bin.

Ansonsten war es ruhig, jeder Tausch und Besuch konnte genossen werden, etwas mehr Raum zum einfach Austauschen ist irgendwie auf Ende Gartenjahr angenehm und passend.

Die Kürbissuppe war perfekt! Danke Barbara und Mary für Eure Treue und Beständigkeit .

Der Frühlingspflanzentausch ist für den 10. Mai geplant.
Herzlich, Rebecca für die Biodiversitätsgruppe im privaten Raum

Pflanzentausch im April 2024

Pflanzentausch im April 2024

Dieses Jahr ist nass. Sehr nass. Jeder Sonnenstrahl ist schon fast ein Fest in sich, nur dass es dann eben gleich subtropisch wird und entsprechend wieder regnet. Aber das wussten wir im April noch nicht, wir wussten auch nicht, dass die Schafskälte überdimensionale Proportionen annehmen würde und wir mit einem sonnigen Samstag im April total Glück hatten.

Immer wieder ist es ein „Wer kommt wohl, was für Pflanzen treffen dieses Mal ein, wer erzählt Pflanzen-und Gartengeschichten, was wird Neues dazugelernt und ausgetauscht, nicht nur Pflanzen sondern ganzes Gedankengut“ und so ist ein Tausch ein Abenteuer auf mehreren Ebenen. Sogar die Kürbissuppe ist immer wieder anders. Und dieses Jahr gab es auch noch Kuchen.

Das so das Drumherum. Im Kern sind natürlich die Pflanzenwelt, die damit verbundenen Naturbeobachtungen in nächster Nähe, die Veränderungen, die Neuankömmlinge der Fauna dank einer neuen Struktur im eigenen Garten, einer neuen Pflanze oder ganz einfach weil der Winter dieses Jahr eher mild daherkam und drum die Kellerschnecken den Regen zu Tausenden zelebrieren. Eine junge Ukrainerin, die in Bern einen Kirchengarten pflegt, hat uns gefunden und bekommt mehr Pflanzen mit, als sie erwartet hätte, für ihre Pflanzeninsel. Deutsch möchte sie mit uns sprechen, Englisch kann sie schon aber jetzt ist sie hier und das Deutsch will geübt werden. Wie sie uns gefunden hat, haben wir zu fragen vergessen, aber Pflanzen wandern und vielleicht wandern ihre Informationen auch gleich mit. Wir wissen auch endlich offiziell, dass Bäume miteinander kommunizieren. Fact is stranger than fiction, respektive wir können uns noch so viel vorstellen, die Realität ist fantastisch und könnte so nicht erfunden werden.

Der Sommer hat rein astronomisch angefangen, das Gartenjahr steckt irgendwo zwischen April und Mai, alles ist etwas durcheinander aber der Garten selbst ist da, in welcher Phase auch immer. Im Oktober kommt der Herbst-Pflanzentausch und wer weiss, vielleicht ist es dann auch wirklich Herbst.

Wenn dieser Bericht ein bisschen wie eine losgelöste Gedankenschwingung rüberkommt, könnte das am Regen liegen, oder an den Sonnenflecken, die uns elektronisch belastet haben, oder am Saharastaub der eigentlich das Amazonasbecken düngen sollte und nicht unser Stück Himmel zuzukleben hat. Ich erlaube mir mal so einen Bericht, so richtig losgelöst und ein bisschen verträumt. Dafür hat’s keine Fotos dazu, wir haben’s total verschwitzt.