Lichtemissionen

Lichtemissionen

Das Leben braucht die natürliche Dunkelheit!

Über Jahrmillionen hat der natürliche Wechsel zwischen Tag und Nacht das Leben auf der Welt geprägt. Seit der Erfindung des elektrischen Lichts ziehen sich jedoch in der Nacht immer grössere menschengemachte Lichtbänder rund um die Welt.

Auch in unserer Gemeinde gibt es Verbesserungspotential, wie die nächtlichen Schnappschüsse auf dieser Seite zeigen.

Das Verschwinden der natürlichen Dunkelheit hat weitreichende Konsequenzen:

  • Nachtaktive Insekten kreisen jede Nacht um künstliche Lichtquellen, anstatt Nahrung zu suchen oder sich fortzupflanzen. Berechnungen für die Schweiz gehen von 10 Millionen toter Insekten pro Sommernacht aus, 1-5 Milliarden pro Jahr.
  • Zugvögel werden von den Lichtglocken über grossen Städten angezogen, verlieren die Orientierung und prallen in beleuchtete Gebäude
  • Die Entwicklung der Pflanzen wird durch Licht gesteuert: Wachstum, Blüte, Blattfall und Ruhezeit können daher durch Kunstlicht durcheinandergebracht werden
  • Lichtverschmutzung beeinträchtigt auch die Gesundheit von uns Menschen: Schlafstörungen und Herzschlagveränderungen mit all ihren Konsequenzen sind die Folge von falsch eingesetztem Licht.
  • Nicht zuletzt geht es auch um einen kulturellen Verlust: Seit jeher war der nun verschwindende Nacht- und Sternenhimmel eine Quelle für Wissenschaft, Religion und Kunst gewesen. Von 2000 Sternen sind im Mittelland heute nur noch einige Dutzend von Auge sichtbar.

Ausführliche Informationen zum Thema Licht und Lichtverschmutzung finden sich auf der Website des Vereins Dark-Sky Switzerland, die auch Quelle für obige Texte ist.

So einfach können wir selber etwas gegen Lichtverschmutzung tun:

  • Beleuchten nur wo es notwendig ist und nicht länger als nötig, Aussenleuchten gegen oben und hinten abdecken …
  • Einen warmen Lichtton wählen …
  • Egoistisch sein: nur Eigenes beleuchten, nicht auch die Liegenschaft der Nachbarn. Vorhänge ziehen …

In der Broschüre «Lichtverschmutzung vermeiden» der Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion des Kantons Bern finden Sie weitere Tipps zum Thema.

Wie kann die Sommerbeleuchtung in Gärten und auf Balkonen zum Schutz von Tieren, Pflanzen und Nachbar*innen angepasst werden und welche Vorschriften macht das Baureglement der Gemeinde Jegenstorf zum Thema: Ein Kurztext klärt auf.


Ausführliche Informationen erhalten Sie über folgende Links: