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Clean-up und Nationaler Clean-up-Day 2024

Clean-up und Nationaler Clean-up-Day 2024

Auch dieses Jahr waren die paar getreuen Abfallsammler:innen wieder jeden ersten Samstag im Monat und in grösserer Zahl am Nationalen Clean-up-Day am 14. September 2024 auf den Strassen, Trottoirs und Plätzen in der Gemeinde unterwegs.


Regen macht bekanntlich schön. Nassen Abfall im Gebüsch rausklauben macht die Haare wild. Stürmische Winde und Gewitter verteilen den Abfall äusserst effektiv. Gewitter versenken die Zigistummel im Affenzahn in der Kanalisation und dort können sie bei grösstem Willen nicht mehr eingesammelt werden.

So sah der Frühling aus. Nass und wild, und ehrlich gesagt sind Clean-ups im Regen nicht gerade toll. Aber Regen macht schön und nach einer gesäuberten Strecke ist der Blick zurück äusserst befriedigend, vielleicht gerade WEIL es anstrengend war.

Der nationale Clean-up fand bei uns für und via das Forum Jegenstorf am Samstag 14. September statt. 10 Erwachsene und die kleine Irma verteilten sich strategisch im Dorf und sammelten total 2006 Stummel nebst Plastik in allen Grössen und Farben. Wie das alles immer wieder zusammenkommt, ist beeindruckend, etwas Murmeln über die Fähigkeit der Menschheit (und beleibe nicht alle!), sich ihr Nest selbst zu verschmutzen, gehört aus mentalgesundheitlichen Gründen auch dazu.

Als Dankeschön für die vielen geleisteten Stunden aller Freiwilligen über das Jahr, auch für die schwere Arbeit der Neophytengruppe, haben wir nach getaner Arbeit am Samstag im September die feinen kalten Platten und das knusprige Brot, von der Gemeindev gespendet, genossen. Merci vielmals!

Die Zahlen:
Zigistummel 2024 total: 18264
davon am Nationalen Clean-up-Day 2006 und von den Neophytenjäger:innen: 296

Clean-Up-Day 2023

Clean-Up-Day 2023

Am jährlich stattfindenden Internationalen Clean-Up-Day war auch das Forum Jegenstorf wieder mit dabei.

Stampfimatt/Spielplatz: 107, rund um den Bahnhof: 505, Solothurnstrasse/Friedhofweg: 395, rund ums Sägetschulhaus: 182, Schlossmauer: 305, Brüggackerstrasse/Schulweg/Rosenweg: 228, Voi/Staffel und Weg dorthin: 403 + 290, Coop/Löwenplatz/Ärztezentrum: 219, Bernfeld/Löwenplatz: 474 etc. etc….

Insgesamt 4391 Zigarettenstummel waren die Ausbeute an diesem Tag, eine Menge, die liegengelassen 175’640 Liter Grundwasser bzw. 4391 m3 Erde verschmutzt hätte. Neben den Stummeln wurden wie immer auch der übrige achtlos weggeworfene Abfall, aber auch Neophyten wie Berufkraut und Amerikanische Goldruten gesammelt.

Eine erfreulich grosse Gruppe von 15 Personen hatte sich dazu am Samstagmorgen auf dem Werkhof eingefunden, bezog spezielle transparente Clean-Up-Abfallsäcke und schwärmte dann bis am Mittag in verschiedene Richtungen aus, um an neuralgischen Stellen auf Plätzen, Strassen und Trottoirs aufzuräumen.


Wir waren nicht alleine: Die Interessengemeinschaft für eine saubere Umwelt IGSU als Koordinatorin des Clean-Up-Day in der Schweiz meldet 700 lokale Aktionen, an denen sich 60’000 Personen aktiv beteiligt haben (vgl. den IGSU-Medienspiegel) .
Offizielle Unterstützung erhielt der Clean-Up-Day vom Bundesamt für Umwelt (BAFU), dem Schweizerischen Verband Kommunale Infrastruktur (SVKI), der Stiftung Pusch, sowie von Lara Dickenmann, ehemalige Fussballspielerin Nationalmannschaft und Clean-Up-Day Patronin 2023.

Wer möchte, kann sich bereits den Clean-Up-Day 2024 vormerken: Er wird in Jegenstorf am Samstag, 14. September 2024 vom Forum Jegenstorf organisiert.

Lokaler internationaler Clean-Up Day 2022

Lokaler internationaler Clean-Up Day 2022

Wie bereits die letzten zwei Jahre haben wir auch dieses Jahr am Internationalen Clean-Up Day, hier in der Schweiz durch die IGSU (Interessengemeinschaft für eine saubere Umwelt) koordiniert, aktiv teilgenommen.


16 Leute, davon zwei Schulkinder und ein Kleinkind mit seiner Mama, trafen sich am 17. September um neun Uhr beim Werkhof und machten sich bereit, den Kampf gegen die Selbstvermüllung (english: littering) aufzunehmen. Ein bisschen wie „Und wieder grüsst das Murmeltier“ und doch mit Elan und Realitätsbewusstsein.

Neues und alt Bewährtes
Neu ist dieses Jahr das Schloss dabei, der Leiter hat mit zwei Helferinnen den Schlosspark und die Bänke ausserhalb beim Dorfbach im Visier. Neu dabei sind die zwei Schulkinder mit ihrem Vater, neu dabei ist die kleine Ladina mit ihrer Mama. Neu dabei ist die Familie Studer vom Oberdorf mit ihrem Dankeschön in Form von feinen Bioäpfeln. Neu dabei sind nun auch durchsichtige Säcke für die invasiven Neophyten. Nicht neu sind die PET Flaschen für die Zigistummel, und wie immer hat der Werkhof 60- und 110-Liter-Abfallsäcke bereitgestellt, neu sind zusätzliche vier Abfallklemmen (herzlichsten Dank!) und Kübel zum Sammeln des zum Teil winzigen Plastikmülls, der auf mysteriöse Weise seinen Weg in die Umwelt findet.

Arbeitsgeräte in Reih und Glied – vom Werkhof bereitgestellt

Nicht neu sind die Theorien des Weshalb-Selbstvermüllens, und in diesem Zusammenhang sind mit den Schulen Projekte für nächsten Frühling im Gespräch. Wenn uns die Kinder fragen, weshalb wir müllen, könnte es brenzlig respektive peinlich werden. Ein bisschen Sarkasmus zur allgemeinen Psychohygiene ergibt fast von selbst.

Zu den Zahlen des Sammeltags

  • 3’651 Zigarettenstummel, ergeben 3’651 Kubikmeter verseuchte Erde
  • 3’651 x 40 = 146’040 Liter verseuchtes Grundwasser
  • 1 Zigarettenstummel gibt innerhalb von 30 Sekunden des Nasswerdens das Nikotin – notabene ein Nervengift – in die darunterliegende Oberfläche ab.
  • 440 Liter Müll in Form von Plastikverpackung, Dosen und ähnlichem. Darin enthalten sind auch invasive Neophyten, die kanadische Goldrute und das überhaupt nicht einjährige Berufkraut.

Dazu noch ein paar Worte: Das sogenannte einjährige Berufkraut (vgl. die Seite Invasive Neophyten) ist eigentlich nicht einjährig. Nur dort, wo im Winter Minus-Temperaturen über mehrere Wochen herrschen, überlebt die Rosette nicht. Bei uns im Mittelland also ist das Berufkraut vögeliwohl. Bitte kontrolliert eure nähere Umgebung, schaut auf eure Flachdächer, Baustellen sind oft ideale Wucherplätze für Neophyten (dazu gehören auch die Nachtkerze und der Sommerflieder) und entsorgt die Pflanzen inklusive Wurzelstock im allgemeinen Kehricht.

Ein herzliches Danke für die tolle Zusammenarbeit geht an die Bauverwaltung, den Werkhof, das Schloss, an Studer Biogemüse und natürlich alle Abfallsammler:innen. Wir haben ein Riesenglück, auf offene Türen zu stossen, was überhaupt nicht selbstverständlich ist! Merci!

Rebecca Trachsel, für die Arbeitsgruppe Biodiversität