Schlagwort: Pflanzentausch

Pflanzentausch Herbst 2024

Pflanzentausch Herbst 2024

Am 26. Oktober war es wieder so weit. Leicht grau und herbstlich kühl setzten Barbara und ich wie gewohnt am Morgen die Tische für den Tausch auf, während Mary in der Küche ihre traditionelle Kürbissuppe auf dem Herd köchelte.


Wie immer wussten wir nicht, wer wann kommen würde, schlichtweg weil ich es einfach halten will und Überraschungen erfrischend sind. Der intensivste Besuch kam aus Mooseedorf und damit verbunden aus dem Jura. Im Jura wird eine extensive Biosphäre über die nächsten Jahre auf privatem Gelände aufgerichtet und gepflegt, neu dazu gekommen ist ein riesiges Biotop. So konnten wir eine grosse Anzahl der sich schnell vermehrenden Rohrkolben aus meinem kleinen Biotop gleich weitergeben, wofür ich sehr dankbar bin.

Ansonsten war es ruhig, jeder Tausch und Besuch konnte genossen werden, etwas mehr Raum zum einfach Austauschen ist irgendwie auf Ende Gartenjahr angenehm und passend.

Die Kürbissuppe war perfekt! Danke Barbara und Mary für Eure Treue und Beständigkeit .

Der Frühlingspflanzentausch ist für den 10. Mai geplant.
Herzlich, Rebecca für die Biodiversitätsgruppe im privaten Raum

Pflanzentausch im April 2024

Pflanzentausch im April 2024

Dieses Jahr ist nass. Sehr nass. Jeder Sonnenstrahl ist schon fast ein Fest in sich, nur dass es dann eben gleich subtropisch wird und entsprechend wieder regnet. Aber das wussten wir im April noch nicht, wir wussten auch nicht, dass die Schafskälte überdimensionale Proportionen annehmen würde und wir mit einem sonnigen Samstag im April total Glück hatten.

Immer wieder ist es ein „Wer kommt wohl, was für Pflanzen treffen dieses Mal ein, wer erzählt Pflanzen-und Gartengeschichten, was wird Neues dazugelernt und ausgetauscht, nicht nur Pflanzen sondern ganzes Gedankengut“ und so ist ein Tausch ein Abenteuer auf mehreren Ebenen. Sogar die Kürbissuppe ist immer wieder anders. Und dieses Jahr gab es auch noch Kuchen.

Das so das Drumherum. Im Kern sind natürlich die Pflanzenwelt, die damit verbundenen Naturbeobachtungen in nächster Nähe, die Veränderungen, die Neuankömmlinge der Fauna dank einer neuen Struktur im eigenen Garten, einer neuen Pflanze oder ganz einfach weil der Winter dieses Jahr eher mild daherkam und drum die Kellerschnecken den Regen zu Tausenden zelebrieren. Eine junge Ukrainerin, die in Bern einen Kirchengarten pflegt, hat uns gefunden und bekommt mehr Pflanzen mit, als sie erwartet hätte, für ihre Pflanzeninsel. Deutsch möchte sie mit uns sprechen, Englisch kann sie schon aber jetzt ist sie hier und das Deutsch will geübt werden. Wie sie uns gefunden hat, haben wir zu fragen vergessen, aber Pflanzen wandern und vielleicht wandern ihre Informationen auch gleich mit. Wir wissen auch endlich offiziell, dass Bäume miteinander kommunizieren. Fact is stranger than fiction, respektive wir können uns noch so viel vorstellen, die Realität ist fantastisch und könnte so nicht erfunden werden.

Der Sommer hat rein astronomisch angefangen, das Gartenjahr steckt irgendwo zwischen April und Mai, alles ist etwas durcheinander aber der Garten selbst ist da, in welcher Phase auch immer. Im Oktober kommt der Herbst-Pflanzentausch und wer weiss, vielleicht ist es dann auch wirklich Herbst.

Wenn dieser Bericht ein bisschen wie eine losgelöste Gedankenschwingung rüberkommt, könnte das am Regen liegen, oder an den Sonnenflecken, die uns elektronisch belastet haben, oder am Saharastaub der eigentlich das Amazonasbecken düngen sollte und nicht unser Stück Himmel zuzukleben hat. Ich erlaube mir mal so einen Bericht, so richtig losgelöst und ein bisschen verträumt. Dafür hat’s keine Fotos dazu, wir haben’s total verschwitzt.

Herbstlicher Pflanzentausch am Römerweg 3

Herbstlicher Pflanzentausch am Römerweg 3

So schnell kann die Zeit fliessen! So viel kann in einem Jahr entstehen und spriessen!

Am 22. Oktober 2022 durften wir zum dritten Mal Pflanzen und Wissen austauschen, Pläne schmieden und Kürbissuppe à la Mary geniessen. Die Bise blies anderswo und der Regen hielt sich fern. Perfekt!

Im Frühling kamen die ersten Wasserpflanzen zum Pflanzentausch und bereits im Herbst wurde daraus ein neues Biotop, klein aber sehr fein. Impulsen zu folgen und sie dann auch fachgerecht umzusetzen bringt Freude und vor allem Leben in den Garten. Eigentlich sind unsere Gärten ja Biosphären oder können es werden. Möglichst reichhaltig, divers und multi-dimensional. Möglichst im Einklang mit der Natur und damit bereichernd, für die Natur und dadurch auch für uns Menschen. Denn auch im Winter lebt der Garten, die Nischen aus Stein, Busch, Baum und Ast werden besucht und als Schutz genutzt.

Wie immer ist der herbstliche Pflanzentausch etwas ruhiger. Verständlich und doch wird auch diese Jahreszeit immer mehr als eine wichtige Pflanzzeit wahrgenommen. Was im Herbst gepflanzt wird, wenn die Erde noch warm ist, hat genügend Zeit sich anzuwurzeln und ist so im Frühling schon in den Startlöchern. Eigentlich die idealste Zeit; die Sommerhitze ist vorbei und es hat genug Licht um den Pflanzen die nötige Kraft zu spenden. Im Herbst können wir auf die Beobachtungen des Frühlings und Sommers zurückgreifen, Korrekturen anbringen und Neues umsetzten. Der Winter wird zur Vorfreude auf den Frühling.

Der Tausch im April 2023 ist nur ein paar Monate weg, zwischendrin darf ruhen, was Ruhe braucht, und Kraft sammeln, was sich im Frühling dann entfalten will.

Rebecca Trachsel für die Gruppe Biodiversität im privaten Raum